XX. Rohkunstbau „Revolution“ – 6.7. bis 21.9.2014 im Schloss Roskow

Zwei Jahrzehnte Rohkunstbau – Zeit für eine „Revolution“. Seit 1994 steht die Ausstellung Rohkunstbau für leidenschaftliches Engagement bei der Förderung von zeitgenössischer Kunst und Kultur genauso wie für die Wiederentdeckung und Neubelebung fast vergessener Kulturstätten in den ländlichen Regionen Brandenburgs. In seiner Jubiläumsausstellung behandelt der XX. Rohkunstbau ein aktuelles, brisantes und bedeutendes Thema: Die zwanzigste Ausstellung widmet sich dem Motiv der „Revolution“ und fragt dabei nicht nur nach gesellschaftlichen oder politischen Revolutionen, sondern auch nach der revolutionären Kraft der Kunst. Sowohl vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüche, als auch rückblickend im Zuge des 25. Jubiläums der friedlichen Revolution von 1989, dient das Thema für die zehn teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler als Rahmen für die Auseinandersetzung mit revolutionären Ideen, ihrer Verfasstheit und der Frage nach der Möglichkeit von Veränderung und Wandel.

Schloss Roskow Foto: Jan BrockhausSchloss Roskow / Foto: Jan Brockhaus

Die Ausstellung XX. Rohkunstbau „Revolution“ findet vom 06. Juli bis zum 21. September 2014 auf Schloss Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark statt und folgt den Ausstellungen der vergangenen Jahre zu den Themen „Macht“ und „Moral“. „Revolution“ ist dabei ebenfalls angelehnt an das Narrativ aus Wagners vierteiligem Drama „Der Ring des Nibelungen“. Kurator Mark Gisbourne assoziiert das Thema frei mit der Figur Siegfrieds; dabei gerät weniger dessen Heldenmut im Fokus, sondern vielmehr die Ideen von Wandel und Herausforderung, welche die vorherrschende kulturelle und visuelle Ordnung der Welt in Frage stellen. In der Ausstellung steht die Frage im Mittelpunkt, ob es überhaupt noch die Möglichkeit einer kreativen, sozialen, kulturellen oder politischen Revolution gibt – gerade in diesem stark technologiegetriebenen Zeitalter. Für die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler eröffnet dies die Möglichkeit, für die Ausstellung alternativ zu den offensichtlichen sozio-kulturellen Aspekten einer Revolution zu reflektieren, was sie selbst als revolutionär oder progressiv in ihrer eigenen künstlerischen Arbeit sehen. Der Kurator Mark Gisbourne ruft die Künstler/innen explizit dazu auf, ihren eigenen und einzigartigen Wortschatz zu nutzen, um das Thema „Revolution“ auszugestalten und gleichzeitig einen Weg zu finden, diese Ideen in die heutige Welt zu übersetzen. Die zentrale Frage lautet: Kann Kunst noch revolutionär sein?

Erik Schmidt

Erik Schmidt
Join Us, 2013
from the series Downtown
Öl auf Leinwand
190 x 340 cm
Foto: Bernd Borchardt
Courtesy carlier | gebauer
© Erik Schmidt, VG-Bildkunst Bonn, 2014

Castringius: Thread / Foto Eva Castringius

Eva Castringius
The Golden Thread (fünfteilig), 2012
collagierte Epson Archival Colorprints, Goldfarbe
250 x 400 x 400 cm
Foto: Eva Castringius
Courtesy Eva Castringius
© Eva Castringius

Die Künstlerinnen und Künstler des XX. Rohkunstbau sind:
Nevin Aladag (D) Installation, Skulptur / Eva Castringius (D) Malerei, Fotografie, Installation /
Smadar Dreyfus (IL) Video / Ruprecht von Kaufmann (D) Malerei /
Markus Keibel (D) Installation, Malerei, Skulptur / Alicja Kwade (D) Installation, Skulptur /
Robert Lucander (FIN) Malerei, Zeichnung / Erik Schmidt (D) Malerei, Video /
Ion Sur (D) Malerei, Soundinstallation / Nasan Tur (D) Fotografie, Video, Installation

Performance: Nezaket Ekici (TR) Performance, Video

Direktor: Dr. Arvid Boellert, Kurator: Mark Gisbourne, Co-Kuratorin: Ulrike Grelck
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e. V.

XX. Rohkunstbau „Revolution“
Schloss Roskow
Dorfstraße 30
14778 Roskow

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Eröffnung am 05. Juli 2014 um 14 Uhr, Ausstellung vom 06. Juli bis 21. September 2014
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 12-18 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro

Informationen unter www.rohkunstbau.de